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Interview mit Marco Schlittmeier: „So etwas lernt man an keiner Hochschule“

Dez 2021
Marco Schlittmeier ist 27 Jahre alt und Center Manager Trainee im „Blautal Center“ in Ulm. Im Interview erzählt er über seine ersten Tage im Beruf, den Vorteil des Firmenverbunds IPH/BBE, die Herausforderung, ein Impfzentrum organisieren zu müssen – und die Aufritte dreier Schlagerstars.

Wie ist es, Trainee in einem Shopping-Center zu werden, mitten in der Coronapandemie?

Herausfordernd. Im „Blautal Center“ haben wir ja ein Impfzentrum eingerichtet, das enorm nachgefragt wird. Die Menschen strömen zu uns, dieser Ansturm will gut organisiert sein.

Die Organisation eines Impfzentrums steht eher nicht im Ausbildungsplan, oder?

Nein, das ist für mich ein Crashkurs. Ich bin seit dem 1. September Trainee bei der IPH. In der ersten Woche war ich fast nur mit den Mitarbeitern unseres Haustechnikers Wisag unterwegs, um das Objekt kennenzulernen. Es folgte die systematische Heranführung an klassische Centermanagement-Themen wie Werbegemeinschaft und Centermarketing. Aber es gab auch Überraschungen.

Erzählen Sie!

Gleich am zweiten Arbeitstag musste ein Auftritt des Schlagerduos Anna-Carina Woitschak und Stefan Mross organisiert werden. Die Bühne sollte auf dem Parkdeck des Centers aufgebaut werden, so ein Projekt war für mich eine ganz neue Erfahrung. Und nur einige Wochen später trat dann auch noch DJ Ötzi auf. Was für die Show solcher Stars notwendig ist, das lernt man an keiner Hochschule, und ich habe gemerkt: In einem Shopping-Center muss man flexibel sein.

Was haben Sie denn studiert?

Immobilienmanagement an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Denn ich hatte nach meiner Ausbildung zum Bankkaufmann ergänzt von einer Ausbildung zum Finanzassistenten gemerkt, dass mich Immobilien viel mehr interessieren.

Und was führte Sie dann zur IPH und zum Beruf des Center-Managers?

Das war Zufall. Ich befand mich in der Endphase des Studiums und hatte mich schon darauf eingestellt, auch noch meinen Masterabschluss zu machen. Da stieß ich im hochschuleigenen Jobportal auf eine Stellenausschreibung von IPH und dachte: Okay, die Beschreibung klingt nach Tätigkeiten, die mir zusagen. Ich hatte mich dann via Internetseite intensiver mit IPH und dem Verbund mit der BBE Handelsberatung beschäftigt und merkte schnell, dass das ein spannendes, abwechslungsreiches Unternehmen sein könnte. Ich bin dann in Kontakt getreten mit Julia Keichel, der Regionalleiterin Center Management Süd – und der erste Eindruck war positiv. Zudem hatte sie ebenfalls in Geislingen studiert. So eine Gemeinsamkeit konnte man nur als gutes Omen deuten.

Wie ist es denn, bei IPH zu arbeiten?

Alles, was mir Julia Keichel über das Unternehmen erzählt hatte, klang sympathisch. Sie wirkte dabei sehr authentisch. Und dieser Eindruck hat sich dann in meinen ersten Arbeitstagen bestätigt. Bei IPH gibt es ein großes Miteinander, flache Hierarchien und hohe Eigenverantwortung. Das Besondere hier ist eben der Verbund aus vielen Spezialisten.

Und wie verliefen für Sie die berühmten ersten 100 Tage im Job?


Wegen der Coronapandemie war der Start kompliziert. Denn die Arbeit fand nur dezentral statt, jeder war an sein Center gebunden, man konnte sich untereinander nicht sehen, auch wir neuen Kollegen nicht. Deswegen war das „Welcome Back Meeting“ im September in Düsseldorf ja auch so gut. Dort waren alle IPH-ler zusammengekommen; die Location „Alte Seifenfabrik“ war sensationell, das Programm klasse. Man hatte sich dann zum Essen einfach an irgendeinen Tisch gesetzt – und war gleich per Du mit dem BBE-Chef Joachim Stumpf. Das war für mich der letzte Beweis, im richtigen Unternehmen angefangen zu haben.

Wie sieht jetzt Ihr Trainee-Programm aus?


Guido Reuter, der Center-Manager im „Blautal Center“, bringt mir die Abläufe in so einem Haus näher. Das läuft hervorragend. Ich habe aber auch externe, digitale Schulungen mitgemacht, etwa zum Thema Krisenkommunikation. Sehr gut finde ich bei IPH, dass ich durch den Verbund mit der BBE mir ein breites Wissen aneignen kann. Wenn ich beispielsweise Defizite im Handelsbereich habe, dann kann ich mich von BBE-Experten weiterbilden lassen. Meine Traineezeit ist auf anderthalb Jahre angelegt, und in dieser Zeit werde ich aller Voraussicht neben dem „Blautal Center“ noch zwei weitere kennenlernen: „Das Gerber“ in Stuttgart und die „huma Shoppingwelt“ in Sankt Augustin sind mögliche Stationen.

Und was haben Sie vor für die Zeit danach?

Ich will schnellstmöglich mein eigenes Center übernehmen, egal wo in Deutschland. Und dafür will ich Marcus Eggers (Geschäftsführer IPH Centermanagement) und die IPH von mir überzeugen.

Vielen Dank, Herr Schlittmeier

Ansprechpartner

Julia Keichel

Regionalleiterin Center Management Süd
IPH Centermanagement GmbH