Veranstaltungsrückblick

Transformation von Handelsimmobilien

München | Feb 2026
Der stationäre Einzelhandel und mit ihm die Handelsimmobilienwirtschaft durchleben derzeit die wohl tiefgreifendste Transformation ihrer Geschichte.

Was viele noch als temporäre Marktkorrektur interpretierten, entpuppt sich zunehmend als struktureller Wandel mit weitreichenden Konsequenzen für Investoren, Entwickler und Städte gleichermaßen.

Mit dem erfolgreichen Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe in München, die IPH und BBE gemeinsam mit KPMG Deutschland durchführen, haben wir den Grundstein für eine intensive Auseinandersetzung mit den drängendsten Fragen der Branche gelegt.

Die zentrale Erkenntnis: Die Transformation der Handelsimmobilienwirtschaft ist keine Zukunftsvision mehr – sie findet bereits statt.

Der strukturelle Wandel der Handelslandschaft
Die Herausforderungen, vor denen die Handelsimmobilienwirtschaft steht, sind vielschichtig und komplex. Der anhaltende Bedeutungszuwachs des E-Commerce, veränderte Konsumentengewohnheiten, demografischer Wandel und nicht zuletzt die Auswirkungen der Pandemie haben die Rahmenbedingungen fundamental verändert. Hinzu kommen steigende Baukosten, verschärfte regulatorische Anforderungen und ein zunehmend kritisches Investitionsklima.

Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Holding/IPH Gruppe und Mitglied im Rat der Immobilienweisen, präsentierte die Kernerkenntnisse des aktuellen ZIA-Frühjahrsgutachtens, die ein klares Bild der aktuellen Marktlage zeichnen: Wir erleben keine zyklische Schwächephase, sondern eine strukturelle Neuordnung der gesamten Handelslandschaft.

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Diese Neuordnung führt zu einer zunehmenden Polarisierung zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Standorten und Konzepten. Während hochwertige Lagen mit durchdachten Nutzungskonzepten und professionellem Management weiterhin funktionieren, geraten Standorte der zweiten und dritten Reihe unter enormen Druck.

Neue Maßstäbe für die Bewertung von Handelsimmobilien
Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei den Tragfähigkeitskriterien für Handelsimmobilien. Die traditionelle Orientierung an reinen Einwohnerzahlen im Einzugsgebiet verliert an Bedeutung. Stattdessen rücken Faktoren wie Zentralität, Wirtschaftskraft und die qualitative Zusammensetzung des Einzugsgebiets in den Vordergrund.

Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für die Flächenplanung und -dimensionierung. Die selektive Flächenreduktion ist bereits in vollem Gange – nicht mehr die schiere Größe entscheidet über den Erfolg, sondern Qualität und Profil der Handelsimmobilie.

Praxiserkenntnisse aus der Expertendiskussion
Das hochkarätig besetzte Panel unter der Moderation von Lars Jähnichen (IPH) mit Dr. Jürgen Büllesbach (OPES), Stefan Bögl (Bayerische Hausbau), Dr. Markus Trost (KPMG) und Joachim Stumpf (BBE & IPH) brachte konkrete Erkenntnisse für die tägliche Praxis hervor.

Ein zentrales Thema war das Ende der großflächigen Monostrukturen. Handelsformate mit 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und mehr sind unter den aktuellen Marktbedingungen kaum noch wirtschaftlich darstellbar.

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Die Experten waren sich einig: Jeder Quadratmeter einer Handelsimmobilie muss heute eine klar definierte Funktion erfüllen und zur Gesamtperformance beitragen.

Dies führt zu einer fundamentalen Neudefinition dessen, was eine Handelsimmobilie ausmacht. Sie wird zunehmend zu einem integrierten Stadtbaustein, der verschiedene Nutzungen kombiniert und flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren kann.

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Flexibilität als Schlüssel zum Erfolg
Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion war die Bedeutung von Flexibilität und Drittverwendungsfähigkeit. Investoren und Entwickler müssen bereits in der Planungsphase mitdenken, wie sich eine Immobilie bei veränderten Marktbedingungen umnutzen lässt. Faktoren wie Erschließung, Deckenhöhen und Belichtung werden zu entscheidenden Kriterien für die langfristige Wertentwicklung.

Überraschend war für viele Teilnehmer die Erkenntnis, dass effiziente Planungs- und Genehmigungsprozesse zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil werden. In einem Marktumfeld, in dem Zeit Geld ist und sich die Rahmenbedingungen schnell ändern können, gewinnen diejenigen, die schnell und flexibel agieren können.

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Die Veranstaltungsreihe geht weiter

Der Erfolg der Münchener Auftaktveranstaltung zeigt den enormen Diskussions- und Austauschbedarf in der Branche. Deshalb setzen wir unsere Veranstaltungsreihe in den kommenden Monaten fort – mit regionalen Schwerpunkten und noch konkreteren Lösungsansätzen.

Die nächsten Termine stehen bereits fest: 

  • Frankfurt am 3. März
  • Hamburg am 8. April und 
  • Köln am 16. April

Jede Veranstaltung wird regionale Besonderheiten berücksichtigen und praxisnahe Lösungsansätze für die jeweiligen lokalen Herausforderungen entwickeln.

Kostenfrei anmelden

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Ansprechpartner
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Lars Jähnichen

Geschäftsführer
IPH Gruppe
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Joachim Stumpf

Geschäftsführer
IPH Handelsimmobilien GmbH