Veranstaltungsrückblick

Transformation von Handelsimmobilien in Innenstädten

München | Mär 2026
Die Zukunft der Innenstädte liegt in der Nutzungsmischung: Unten Shoppen, oben Arbeiten, Forschen, Turnen und Wohnen.

Bei einer KPMG-Veranstaltung in München diskutierten Experten über Herausforderungen und Perspektiven für die Transformation von Handelsimmobilien.

Bei der Veranstaltung „Transformation von Handelsimmobilien: Herausforderungen und Perspektiven für die Innenstadtentwicklung" im KPMG-Haus im Münchner Werksviertel präsentierten Branchenexperten ihre Visionen für die Zukunft urbaner Zentren.

Vor 100 Immobilienprofis diskutierten Joachim Stumpf (Geschäftsführer BBE Holding/IPH Gruppe), Markus Trost (Partner KPMG), Jürgen Büllesbach (Geschäftsführer Opes Management) und Stefan Bögl (Vorstand Bayerische Hausbau Real Estate) unter der Leitung von Lars Jähnichen (Geschäftsführer IPH Gruppe).

Gewinner und Verlierer im Einzelhandel

Joachim Stumpf analysierte den polarisierten Einzelhandelsmarkt. Zu den Gewinnern zählen Discounter („Die Deutschen sind Discountweltmeister"), Beauty- und Ästhetikkonzepte („Da kommt man mit der Tüte rein und mit der Botoxspritze wieder raus"), internationale Marken sowie Gastronomiekonzepte. Der mittelständische Fachhandel hingegen kämpft mit Schwierigkeiten.

München als Transformationsmeile

Markus Trost identifizierte die Strecke vom Hauptbahnhof zum Marienplatz als Münchens „Transformationsmeile". Zahlreiche Immobilien befinden sich dort im Umbruch: das Hermann-Tietz-Haus, das Corbinian (ehemals Karstadt), der Mathäser, der ehemalige Kaufhof am Stachus, das NH 23, die Alte Akademie, das AIM und das Herzog Max. Sein Fazit: „Die Nutzungen werden vielfältiger."

Konkrete Transformationsbeispiele

Das Joseph-Pschorr-Haus zeigt exemplarisch, wie Transformation gelingen kann: Stark gestiegene Büromieten von 25 auf 75 Euro pro Quadratmeter ermöglichen heute die Umwandlung von Einzelhandelsflächen in Büros. Der Umbau kostet knapp 2.000 Euro pro Quadratmeter. Stefan Bögl sieht in kleinteiligen Vermietungen und visionärem Denken wichtige Erfolgsfaktoren.

Jürgen Büllesbach plädierte für pragmatischere Genehmigungsverfahren: „Wenn wir Stadt wollen, müssen wir auch Stadt genehmigen." Sein Beispiel: Die Alte Akademie mit der Nutzungsmischung aus Büro, Einzelhandel, Gastronomie und Wohnen.

Ausblick: Veranstaltungsreihe geht weiter

Die Münchner Veranstaltung bildete den Auftakt einer bundesweiten Reihe von BBE Handelsberatung, IPH Gruppe und KPMG zum Thema Transformation von Handelsimmobilien. Im April finden weitere Termine in Köln und Hamburg statt.

 

Weitere Informationen und Anmeldung

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Ansprechpartner
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Lars Jähnichen

Geschäftsführer
IPH Gruppe
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Joachim Stumpf

Geschäftsführer
IPH Handelsimmobilien GmbH